Auch der Lurch wartet sehnsüchtig auf Gäste
Auch der Lurch wartet sehnsüchtig auf Gäste

Göschens Idylle – Das Museum Göschenhaus in Grimma

„Haben Sie nochmals herzlich Dank, lieber Freund, für Ihre gütige Aufnahme in Hohenstädt. Jener Tag gehört zu den fröhlichsten, die ich durchlebte. Ich sah Sie glücklich in Ihrem häuslichen Kreis, in Ihrer ländlichen Ruhe. Ich habe jetzt eine Anschauung Ihres zufriedenen Landlebens, ich kenne das Haus, das Sie bewohnen, die Gegend, die Sie umgibt, und kann mir nun alles, was Sie angeht, lebhafter vorstellen.“

Wer das schreibt, ist kein Unbekannter: Friedrich Schiller, der mit seiner Familie im September 1801 Göschens Landsitz in Hohnstädt besuchte. Ähnlich begeistert wie Schiller sind seitdem viele Besucher, wenn sie erstmals Deutschlands einziges Verlegermuseum 30 Kilometer südöstlich von Leipzig besuchen. Man erwartet nicht die fast südeuropäische Atmosphäre, die besonders der Garten ausstrahlt. Der rund 4300 m² große klassizistische Privatgarten mit seinem Freundschaftspavillon wurde ab 1800 von Georg Joachim Göschen (1752-1828) gestaltet und hat seine Anlage bis heute fast unverändert beibehalten, einmalig in Sachsen.

Gäste aus nah und fern besuchen mittlerweile das idyllisch gelegene Verlegerhaus hoch über der Mulde. Vielfältige Veranstaltungen für Jung und Alt werden das ganze Jahr über angeboten. Als Museum bietet das Göschenhaus einen beeindruckenden Einblick in die Zeit um 1800. Literatur und Lebensweise der Menschen jener Zeit werden so im wahrsten Sinne des Wortes „erfahrbar“.

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